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Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart, welche vor allem in den dunklen Stunden der Sommermonate umherfliegt. Die fliegenden Insekten haben eine Flügelspannweite von bis zu 30 mm und sind durch einen kompakten und grau gefärbten Körper erkennbar.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind, ihrem Namen entsprechend, primär an Eichen angesiedelt und durchlaufen dort mehrere Entwicklungsstadien.

Wie kann man den Befall von Bäumen durch Eichenprozessionsspinner erkennen?

Die Nester sind bis zu 1m lange gesponnene Gebilde, welche meist an Stämmen und Astgabelungen zu finden sind. Aus diesen heraus starten die Raupen ihre Ausflüge, auf denen sie vor allem Blätter aber auch andere Teile der Bäume fressen. Das Resultat sind Fraßschäden, welche als weiterer Indikator für einen Befall durch Eichenprozessionsspinnern dienen kann.

Gehen Gefahren von Eichenprozessionsspinnern aus?

Die Gefahr für die Bäume geht vor allem von den Fraßschäden aus, welche sie schwächen und eine Regeneration erschweren. Wirkt sich der Befall der Tiere über mehrere Jahre hinweg auf einen Baum aus, so verliert dieser an Vitalität und an Abwehrkräften gegenüber anderen Schädlingen. Die Folgen reichen bis zum kompletten Absterben des Baumes.

Für den Menschen sind primär die feinen Brennhaare der Raupen ab dem 3. Larvenstadium gefährlich, welche durch die Luft lange Strecken zurücklegen können. Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners haben eine lange Haltbarkeit und können auf der Haut sowie auf Schleimhäuten allergische Reaktionen auslösen. Typische Folgesymptome sind z.B. Quaddeln, Reizungen, Husten oder Bronchitis sein.

Besonders in der Nähe von Kindern, älteren Menschen und sterilen Umgebungen geht von diesen Tieren in großen Menge eine entsprechend große Gefahr für die Gesundheit aus.

Wie kann man den Eichenprozessionsspinner entfernen?

Bei einem vereinzelten Befall von Bäumen können die Schädlinge und deren Nester abgesaugt bzw. mechanisch entfernt werden. Bei einem großflächigen Befall müssen die Tiere mit chemischen Maßnahmen bekämpft werden. Als letzte Maßnahme bleibt die Fällung von befallenen Bäumen, welche durch den Befall zu stark geschädigt wurden und nur noch als Lebensraum für den Eichenprozessionsspinner dienen.

Alle Maßnahmen sollten ausschließlich von professionellen Schädlingsbekämpfern in Abstimmung mit den lokalen Behörden vorgenommen werden. Die speziell ausgebildeten Fachkräfte können das Ausmaß des Befalls einschätzen und geeignete Maßnahmen ergreifen.

Wie kann man sich vor den Gefahren schützen?

Man sollte befallene Gebieten meiden und die Tiere nicht berühren. Bei einem Waldspaziergang ist es ratsam empfindliche Hautbereiche abzudecken die Kleidung anschließend zu wechseln.

Weitere Maßnahmen und Hinweise zum Umgang mit Eichenprozessionsspinnern hat das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen hier in Form eines Merkblatts zusammengestellt.

Bitte zögern sie nicht uns zu kontaktieren – auch wenn es nur darum geht einen Befall einzuschätzen oder auszuschließen.